Die U19-WM steht an

Andri Bischofberger hat sein Teilziel erreicht. Der 19-Jährige Verteidiger reist nächsten Montag an die U19-Weltmeisterschaft in Växjö Schweden. Im Interview blickt er auf die Vorbereitung zurück und verrät, wie die Schweiz die Goldmedaille erringen kann.

Das Highlight U19-WM steht vor der Türe, wie gross ist die Vorfreude und wie angespannt bist du?
Die Vorfreude auf die WM ist sehr gross und ich bin froh, dass es nach einer langen Vorbereitungsphase nun los geht. Druck oder Anspannung empfinde ich grundsätzlich wenig, es überwiegt die Vorfreude auf den Gesamtevent und ich bin der Meinung, wir sind sehr gut vorbereitet.

Du hast die vergangene Saison in der NLB beim UHC Sarganserland absolviert. Wie wichtig war dieser Schritt im Hinblick auf die U19-WM?
Nach dem Abstieg mit der U21A in der Saison 15/16 stellten wir uns die Frage, wie ich das Ziel der U19-WM weiter verfolgen konnte. Zusammen mit den Verantwortlichen der ersten Mannschaft entschieden wir uns für eine Doppellizenz mit der Sarganser NLB und der Churer U21-Mannschaft. Diese Lösung war für mich optimal, da ich mich im Herren-Unihockey weiterentwickeln konnte und mir die Chance auf die U19-WM wahren konnte.

Wie gross war der Sprung von den Junioren zu den Herren?

Spielerisch bestehen enorme Unterschiede. Das Spiel ist körperbetonter in der NLB durch die physischen Voraussetzungen der Spieler, welche mehr Masse mit sich bringen. Daher profitierte ich beim Zweikampfverhalten und Körperspiel im Allgemeinen. Ich lernte meine kleinere Masse im Defensivspiel einzusetzen und konnte beim Spiel mit Ball bezüglich Geschwindigkeit sicherlich Fortschritte erzielen. Man hat deutlich weniger Zeit und muss schneller die richtige Entscheidung treffen. Dafür wurde bei den U21-Junioren mehr Wert auf Taktik und Technik gelegt.

Wie stehen die Chancen der Schweiz an der WM?

An den letzten Länderspielen zeigten wir gute Leistungen. Gegen Schweden fehlte uns das Glück zum Schluss, nach dem wir eine sehr enge Partie gezeigt haben. Die Finnische Auswahl stellte uns vor grössere Probleme. Wir bekundeten Mühe mit dem aggressiven Pressing und agierten zu langsam. Um die Finnen zu fordern müssen wir den Ball schneller spielen und mehr Sicherheit in unser Passspiel bringen. Gleiches gilt für die Tschechen, wobei wir an den letzten Länderspielen einen klaren Sieg einfahren konnten. Wir reisen darum mit einem guten Gefühl nach Schweden und ich bin überzeugt, dass wir alle drei Topnationen schlagen können.

Dein älterer Bruder Nicola Bischofberger bestritt ebenfalls eine U19-WM und im letzten Dezember auch mit der A-Nationalmannschaft Weltmeisterschaft. Hast du dir Tipps geholt für die WM?

Nein, eigentlich nicht (lacht). Da wir Beide einen ähnlichen Spielstil haben und die gleiche Position spielen, versuche ich gewisse Bewegungsabläufe oder die Schusstechnik zu adaptieren. Aber konkret nach Tipps für die WM habe ich nicht gefragt.

Nach der WM beginnt bereits die Vorbereitung auf die neue Saison, deine erste in der NLA-Mannschaft. Mit welchen Erwartungen nimmst du diese in Angriff?

Ich freue mich natürlich sehr darauf und hoffe rasch ins Team zu finden. Es wird sicherlich eine riesen Herausforderung im ersten Jahr einen Platz zu finden, aber ich werde alles geben, um mich weiterzuentwickeln und in den Trainings zu profitieren. Natürlich würde ich mich über Einsätze in der NLA freuen, aber es gilt zuerst einen Platz zu finden, zudem kann ich noch Spielpraxis in der U21A sammeln.

 

Alle Infos zur kommenden U19-WM findet man unter:
http://wfc2017.se

Die Spiele können live auf dem Youtube-Kanal vom IFF mitverfolgt werden:
https://www.youtube.com/user/iffchannel