Chur Unihockey besiegt Waldkirch-St.Gallen 10:3

Chur Unihockey dreht im Schlussdrittel auf. Dank sieben Treffern im letzten Drittel hat Chur Unihockey gestern in der siebten NLA-Runde Waldkirch-St.Gallen mit 10:3 besiegt. Die Churer gehen damit als Tabellenvierte in die Länderspielpause.

Von Jonas Schneeberger suedostschweiz.ch

Ein schwedischer «Zorro»-Künstler hat Chur Unihockey im Rennen um drei budgetierte Punkte vorübergehend ins Zittern gebracht. Waldkirch-St. Gallens Fredrik Åhlberg versenkte im Mitteldrittel innert dreier Minuten zwei Penaltys auf identische Weise und machte gut zehn Minuten später seinen persönlichen Hattrick perfekt. Die Triplette des 28-jährigen Ballzauberers brachte die ansonsten spielerisch überlegenen Churer zwischenzeitlich in die Bredouille. Aus einem 1:0 und einem 3:2 wurde durch St. Gallens Topskorer ein 1:2 und ein 3:3.

Letzlich gingen die Churer im Duell des beiden formstarken Teams dennoch als Sieger hervor. Und weil die Tore im Schlussdrittel plötzlich fielen wie draussen die Blätter von den Bäumen, leuchtete nach der Partie gar ein deutliches 10:3 auf der Anzeigetafel der Gewerblichen Berufsschule auf.
Ahlbergs Penalty-Kopie

Das Resultat liess am Ende auf einen souveränen Pflichtsieg schliessen. Doch 40 Minuten lang standen die Churer Punkte 12 bis 14 im gestrigen Donnerstagsspiel auf der Kippe. Denn die Gastgeber hatten sich im Mitteldrittel den Wind vorübergehend selbst aus den Segeln genommen. Zweimal innert weniger Minuten verursachten sie Penaltys. Zweimal trat Åhlberg für die Gäste an, beide Male überlistete er Patrick Kellenberger im Churer Kasten mit dem gleichen Trick: Er lief langsam und in einem Bogen an, machte dann vor Kellenberger eine halbe Drehung um die eigenen Achse und beförderte den Ball backhand ins Tor.
Nach den Penaltytoren wendeten Renato Schneider (29.) und Lukas Thierstein (36.) das Blatt wieder. Doch Ahlberg glich erneut aus. Erst Markus Studers 4:3 im Schlussdrittel sollte sich als wegweisend erweisen. Sein Treffer läutete nämlich einen Torreigen der bis dahin glücklosen Churer Paradelinie ein: Joel Hirschi (2), Studer zum Zweiten, Paolo Riedi (2) und Verteidiger Lulzim Kamaj machten in den letzten zwölf Minuten gar das «Stängeli» perfekt.
Dank des fünften Sieges in Folge (inklusive Cup) schoben sich die Churer in der Tabelle vor der gut zweiwöchigen Länderspielpause wieder am Kantonsrivalen Alligator Malans vorbei auf den vierten Rang. Waldkirch-St. Gallen verpasste derweil seinen vierten Sieg de suite und bleibt unter dem «Strich».

Chur – Waldkirch-St. Gallen 10:3 (1:0, 2:3, 7:0) Gewerbliche Berufsschule. – 155 Zuschauer. – SR Güpfert/Ziegler.
Tore: 4. Engel (Mayer) 1:0. 22. Åhlberg 1:1 (Penalty). 25. Åhlberg 1:2 (Penalty). 29. Schneider (Cavelti) 2:2. 35. Thierstein (Cavelti) 3:2. 36. Åhlberg (Lieberherr) 3:3. 43. Studer (Cavelti) 4:3. 48. Hirschi (Riedi; Ausschluss Jucker) 5:3. 50. Kamaj (Hirschi) 6:3. 54. Riedi (Binggeli) 7:3. 55. Studer (Schneider) 8:3. 56. Hirschi (Binggeli) 9:3. 60. (59:14) Riedi (Binggeli) 10:3.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Chur Unihockey, 1-mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.

Chur Unihockey: Kellenberger; Kamaj, Bürer; Schneider, Vladar; Bischofberger, Darms; Riedi, Hirschi, Binggeli; Studer, Thierstein, Cavelti; Mayer, Engel, Beeler.
Waldkirch-St. Gallen: Jud; Jucker, Lieberherr; Thomas Mittelholzer, Maurin Rüegg; Meiler, Schweizer; Åhlberg, Göldi, Gullstrand; Büchel, Andrin Zellweger, Roman Mittelholzer; Manuel Rüegg, Weber, Mutter; Eschbach.
Bemerkungen: Chur Unihockey ohne Colagrande, Ludwig, Koskelainen, Camenisch. Waldkirch-St. Gallen ohne Brunner, Rüesch. 24. Lattenschuss Thomas Mittelholzer. 51. Time-out Waldkirch-St. Gallen.

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