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Saisonvorschau

Für einmal hat Chur Unihockey wieder etwas mehr in die Verpflichtung von neuen Spielern investiert und namhafte Spieler nach Chur geholt. Das wertvolle Fundament bilden 14 Jungspieler, welche vor gut zwei Jahren den U21-Meistertitel nach Chur holten. Mit neuem Modus und einer Regeländerung soll die SML zudem an Attraktivität gewinnen. Die Playoffs sind für die Churer Pflicht.

Von Simon Rageth (Text) und Foto Wolf (Bilder)

Mit finnischer Power in der Offensive
Das Churer SML-Team wurde auf die kommende Saison in Offensive wie Defensive verstärkt. Mit den Zugängen der vier Nationalspielern Kari Koskelainen und Riku Kekkonen (Finnland), Filip Urwäder (Schweden) sowie Rückkehrer Lulzim Kamaj (Schweiz) hat Chur Unihockey mit Sicherheit eine schlagkräftige Truppe beisammen. Mit Weltmeister Kari Koskelainen, welcher schon in der Saison 2006/07 für die Churer stürmte, wurde der bisher nach Punkten pro Spiel erfolgreichste Angreifer in der noch jungen Geschichte von Chur Unihockey wieder zurück ins Bündnerland geholt. Koskelainen erzielte in benannter Saison in 22 Spielen 22 Tore und 21 Assists. Mit seinem Landsmann Riku Kekkonen, welcher auch schon für die finnische Nationalmannschaft aufgeboten wurde, wechselt Koskelainens Sturmpartner in Finnland gleich mit nach Chur. Angetrieben von finnischer Power werden die Bündner Hauptstädter in der neuen Spielzeit wohl einen Schritt nach vorne machen können. Jan Binggeli, der beste Churer Scorer der beiden letzten Spielzeiten sowie die „Eigengewächse“ Studer, Putzi, Adank und Cavelti sollen weiter Fortschritte machen und neben den beiden Finnen die Offensive beleben. In der Verteidigung stehen mit Lulzim Kamaj und Filip Urwäder ebenfalls zwei starke, neue Spieler zur Verfügung. Beide haben in der Vergangenheit bewiesen, zu was sie fähig sind. Bemerkenswert ist auch, dass sich unter dem 21-Mann SML-Kader 14 Spieler wiederfinden, welche in der Saison 2006/07 gemeinsam den U21-Meistertitel gewonnen haben. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Spieler weiterentwickeln und an das wesentlich höhere SML-Niveau weiter annähern können.

Vier erfahrene Trainer an der Bande
Auch an der Bande erhielt das Churer Team neue Gesichter. Das Trainerteam wurde komplett ausgewechselt. Mit Peter Düggeli steht ein neuer Cheftrainer dem jungen Team zur Seite. Düggeli war 23 Jahre für Torpedo Chur als Spieler und Trainer tätig, war Trainer von GC Unihockey und Cheftrainer der Schweizer Nationalmannschaft. Letztere assistiert er auch weiterhin. Auch der 74-fache Natispieler Daniel Telli, welcher schon in der Saison 2004/05 den heutigen Sportchef Andrea Engel beim leiten des SML-Teams assistierte, ist wieder zurück. Ebenso Konditionstrainer Clau Derungs, welcher den UHC Rot-Weiss Chur zu Meisterehren „schindete“. Komplettiert wird das Trainerteam mit Claudio Trafelet, welcher zuletzt das SML-Team von Piranha Chur assistierte. Vier äusserst erfahrene Trainer also, in deren Hände der Erfolg des jungen Teams der kommenden Saison liegen wird.







8er-Playoffs und Penaltyschiessen
Zur Steigerung der Attraktivität des Unihockeysports hat sich der Verband gleich zwei wesentliche Änderungen an Modus und Spielregeln einfallen lassen. Erstens wird der Meistertitel neu nach 8er-Playoffs ermittelt. Die Teams auf den Rängen 1 bis 3 der Qualifikation können in dieser Reihenfolge jeweils ein Wunschteam aus den Rängen 5 bis 8 als Gegner wählen. Die zwei verbleibenden Teams bilden die vierte Paarung. Neu werden die Playoffs nicht mehr Best-of-five, sondern Best-of-seven gespielt. Im Extremfall spielt der kommende CH-Meister also neben den 18 Quali-Spielen noch maximal 21, minimal 12 Playoffspiele. Die beiden letzten nach der SML-Qualifikation spielen mit den ersten sechs der NLB ebenfalls in 8er-Playoffs um die verbleibenden zwei Plätze in der SML. Zweitens gibt es neu keine Unentschieden mehr. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, gewinnen beide Teams je mindestens einen Punkt. Es folgt wie bisher eine 5-minütige Verlängerung und wenn noch immer kein Sieger gefunden ist, folgt ein Penaltyschiessen mit je drei Schützen. Der Sieger nach der regulären Spielzeit erhält einen Zusatzpunkt.

Prognose
An die Spitze der SML wird es Chur Unihockey in dieser Saison wohl nicht reichen. Der SV Wiler-Ersigen, die Tigers Langnau und Alligator Malans werden den Meistertitel unter sich ausmachen, wobei Meister Wiler-Ersigen in der Poleposition steht. Dahinter kann ein spannender Kampf zwischen Chur, GC, Köniz, Winterthur und Grünenmatt um die Qualifikationsplätze für die Playoffs erwartet werden. Für Lok Reinach und Waldkirch-St.Gallen wird das Erreichen der Playoffs wohl nur schwer zu erreichen sein. Von Chur Unihockey darf wieder ein gesicherter Mittelfeldplatz erwartet werden. Rang Vier oder Fünf nach Qualifikation wäre ein schönes Zeichen für einen Aufwärtstrend. Wenn wieder eine Teamhierarchie aufgebaut werden kann und die Spieler konstante Leistungen zeigen, scheinen die Playoff-Halbfinals ein nicht unrealistisches Ziel zu sein.






Letzte Aktualisierung
11.09.2009 13:03:38

  gestaltung: DB / Colin Schaelli
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